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Gepostet by on 11. Januar 2006 in 2006 | Keine Kommentare

Korsika 2006

Korsika 2006

Vorwort

Es wurden bei km Stand 8.200 (km Stand bei Abfahrt: 8.300) neue Reifen montiert.

Die Route ist ein Mix aus 2 verschiedenen Reiseführern – aber großteils die Route von Robert aus Wien, der mit seiner Goldwing abgelegene Täler und einsame, schmale Strassen gezeigt hat. Manches mal wäre eine Enduro sicher besser gewesen, aber eine Goldwing packt alles.

Es gab keinerlei (auch keine thermischen) Probleme mit unserer Maschine.

Hotelliste
Fähre

Gefahrene km: 4.100

Unser erster längerer Urlaub, nur meine Frau und ich, mit dem Motorrad. Einmal anders, aber sehr schön, wie Flitterwochen.

Tag 1: Linz – Riva

Reiseroute: 758 km
Um 7 Uhr 30 ging es in Gallneukirchen los.

Unsere Überraschung war groß, als uns unsere Freunde Karin und Peter, die auf der Strasse auf uns warteten, mit winken und mit dem Schwenken einer Fahne verabschiedeten.

Auf der Autobahn ging es bis Weer (kurz vor Innsbruck). Dort besuchten wir die Firma Schick und informieren uns über Sportfahrwerke. Danach ging es bei kühlem, aber trockenem Wetter über das Kühtai Richtung Timmelsjoch, das leider noch gesperrt war. Die Wintersperre wurde am 25. Mai aufgehoben.
Also fuhren wir wieder zurück und versuchten es über die dicht befahrene Brennerautobahn. Auf der Autobahn ging es weiter in den Süden bis Trento, dann auf der S45 bis Riva. In Riva wurde nach dem Stadtbummel im Hotel übernachtet. Wir hatten nicht reserviert.

Tag 2: Riva – Savonna

Reiseroute: 360 km
Den Gardasee entlang , dann auf die A4, A21, A7, A26, bei Svincolo auf die SP 154, SP 155 nach Basaluzzo, Pratalbora SP175, bis Voltri auf der SP 456, die Küstenstrasse bis Cogoleto, Savonna, Savonna Hafen, Alassio, und zurück nach Savonna Fährhafen

Auf der Autobahn geht es bei schönem Wetter bis ca. 60 km vor Genua. Dann auf der kurvigen Bundesstrasse über die Berge Richtung Genua. Der Küstenstrasse folgend fuhren wir vorbei an unzähligen, vor den Cafés abgestellten Bikes Richtung Savonna.
Mittagspause machten wir direkt an der Küste kurz nach Genua.
Am Fährschalter in Savonna erfuhren wir, dass es auf Korsika keinen Treibstoff gab: Streik.
Um 19 Uhr parkten wir unser Bike in der Fähre (die Buchung der Kabine haben wir bereits im Februar durchgeführt) und bezogen unsere schöne Außenkabine.
Nach dem Abendessen und einer Flasche Wein schliefen wir sehr gut; wir bemerkten nichts von einem Seegang.

Tag 3: Bastia – Ilê Rousse

Reiseroute: 230 km
Bastia, (Ostküste), Erbalunga, Macinaggio, Col. St. Nicolas, Nonza, St. Florent, Oletta, Muratto, Lento, Canavaggia, Ponte Rosso, N2197 nach Belgodere, Lozari, L’Île-Rousse

Um 6 Uhr morgens weckte uns die Sonne, die durch das Fenster herein schien. Um 7 Uhr sind wir bei schönstem Wetter in Bastia ausgeschlafen angekommen. Einer unserer neuen Freunde aus Liezen (Stmk.) war vom nächtlichen Wellengang etwas beeinträchtigt.
Unserer vorher geplanten Route folgend fuhren wir gegen den Uhrzeigersinn auf der sonnenbeschienenen Ostküste Richtung Norden und erlebten Korsika gleich von der schönsten Seite:
Nach dem Gewimmel in Bastia waren hier leere, kurvige Strassen, und ganz offensichtlich war auch der Streik der Tankstellen vorbei. Wir haben jedoch aus Sicherheitsgründen während unserer Reise stets bei halb vollem Tank wieder Benzin nachgefüllt.
Unser Hotel Le Admiral  in L’Île-Rousse – Boulevard de la mer, gebucht für 2 Tage von zu Hause (70 Euro + Frühstück je 7 Euro), erreichten wir um 15:30 Uhr und konnten erstmals die französischen Sprachkenntnisse von Maria ausprobieren. Temperatur bei der Ankunft: 26°.

Zum Abendessen gingen wir den Strand entlang in die Innenstadt. Foto einer Markthalle. Im Restaurant La Cave speisten wir ausgezeichnet.

Tag 4: Rundreise, zurück nach L’Île-Rousse

Reiseroute 309 km
Lozari, auf der N197, bei Ponte Rossi auf die D147 bis Haut Asco (Sackstrasse), weiter nach Ponte Lecci, Ponte Castirla D84, Calacucccia, Evisa, Porto D81, Le Fangio, Calvi, Ille Rousse

Nach dem Frühstück auf der Hotelterrasse starteten wir um 9 Uhr zu unser Tour, die uns unter anderem auf schmaler Strasse in das Naturschutzgebiet führte, das allerdings wieder auf gleichem Weg verlassen werden musste (insgesamt 60 km), aber dessen Besuch sehr empfehlenswert ist.
Dann fuhren wir auf schmalen, steinigen Strassen ins Landesinnere. Mitten in einer Kurve eine Begegnung mit Wildschweinen. Es gab hier kaum Verkehr, hier wäre eine Panne fatal gewesen. Nur selten trafen wir andere Biker.
Und wieder einen Berg hinaufgefahren, dieses mal mit roten Felsen. Um 15 Uhr stellten wir das Bike auf dem Hotel Parkplatz wieder ab. Dann geht es an den Strand.

Tag 5: Reise in den Süden – Porto Pollo

Reiseroute: 230 km
Lozari N197 , Ponte Leccia N193, Corte, Col de Belle Granate, Bocognano, Bastellica, Tolla, Ecica Sua, Porticccio, Ruppione, D55, D255 nach Pietrosella, D55 nach Gradello, D355 nach Furello, Porto Pollo

Wieder fahren wir ruhige, schmale Nebenstrassen in gemütlichem Tempo. Aus Meereshöhe geht es immer wieder hinauf in die Berge. Es ist sehr warm. Die schöne Landschaft lädt zum Fotografieren ein.
Ankunft um 14:30 Uhr im bereits von zu Hause gebuchten Hotel Les Eucalypus (70 Euro, Frühstück je 9 Euro, empfehlenswert).  Dort beziehen wir für 5 Tage unser Quartier. Für 4 Tage hatten wir gebucht, und weil es so schön war, verlängerten wir um einen Tag.

Es ist ein kleiner ruhiger Ort mit einem langen, sauberen Sandstrand, etwas abseits gelegen. Im Ort gibt es nur wenige (ca. 10) Restaurants. Der örtliche Campingplatz bietet auch Hütten an.

Tag 6: Badetag mit Ausflug nach Porto Propriano

Reiseroute: 45 km
Stadtbesichtigung in Porto Propiano

Heute ist Badetag. Nach dem Frühstück ging es aber vorher 22 km nach Porto Propiano zum Sightseeing. Im Bereich des Hafens war ein mit Flaggen geschmückter Parkplatz, den wir gerne benützen. Er war für eine Gruppe von Harley Davidson Fahrer aus USA reserviert. Diese schauten nach ihrer Ankunft ziemlich erstaunt über unsere Goldwing, untersuchten vorsichtig unsere Fahne und unser Kennzeichen und vermuteten Australien. 

Nach einer kleinen Zwischenmahlzeit mit anschließenden Crêpes ging es zurück an unseren schönen, ruhigen Sandstrand in Porto Pollo um einen kleinen Sonnenbrand aufzureissen.
Zum Abendessen ging es ins Hotelrestaurant Kalliste, einem Tipp aus dem Reiseführer, und kann unbedingt weiter empfohlen werden. Das Essen war ausgezeichnet. Auf Korsika ist das Leben (z.B. Essen – Menue 20 Euro, trinken – Bier 0,4L – 6 Euro) deutlich teurer als bei uns. Auch wenn der Preis häufig hoch ist, bedeutet das leider nicht, dass auch die Qualität hoch ist! (z.B. Hotel Golfo , am Ende der Bucht in Porto Pollo)

Tag 7: Rundreise, zurück nach Porto Pollo

Reiseroute: 130 km
D155 Cutoni, D55 Ruppione, D81 Col de Listincone, Tiuccia, Sagone, D70 Vico, Murzo, D4 Rosazia, Azzana, Vero, N193 Casteluccio, D302 Fica, Col de belle Valle, Calzola, D757 nach Porto Pollo

Eine sehr kurze Tagesetappe, wieder ohne Schotterausschlag, aber auch durch die Straßenverhältnisse eine geringe Durchschnittsgeschwindigkeit. Die Fahrt führte uns durch eine wunderschöne, einsame Insellandschaft.
Rückkehr zum Strand um 14:50 Uhr.

Tag 8: Rundreise, zurück nach Porto Pollo

Reiseroute: 219 km
D57 nach Calvese, D302 nach Calzola, D757 nach Manfarellu, Petretro, D420 nach Aullene, Quenza, Zonza, D268 nach Levie, Sainte Luccie, Acoravo D119, Viggianello D19, Propriano, Porto Pollo

Wieder eine schöne Tour durch die Insel mit schmalen, steinigen Strassen.
Zu dieser Jahreszeit sind die Strassen fast menschenleer. Heute sind wir erstmals 5 Goldwing Fahrern begegnet, alle auf 18er unterwegs. Um 15 Uhr wird die Goldwing wieder auf dem Hotelparkplatz abgestellt.

Tag 9: Abfahrt über Bonifacio nach Porto Veccio

Reiseroute: 120 km
Propriano, Sartene N196, Caldarello, Bonifacio, N198 bis Abzweigung D59 nach Saparelli, D959 nach Scotta, D859 Richtung Porto Veccio

Auf der schön ausgebauten Bundesstrasse geht es direkt nach Bonifacio, der am südlichsten gelegenen Stadt. Die Burg ist auf einem Felsen gebaut, an dem Wind und Meer bereits deutlich Material abgebaut haben. Nicht weit entfernt ist Sardinien zu sehen. Hier sind viele Touristen. Die wenigen vorhandenen freien Flächen der kleinen Stadt werden mit Parkplätzen bewirtschaftet. Eine typische, auf Touristen ausgerichtete Stadt.
Dann geht es weiter mit einem kleinen geplanten Abstecher wieder in ein malerisches Naturschutzgebiet ins Innere der Insel mit dem Etappenziel Porto Veccio.
Teilweise ist in den Kurven überraschenderweise Rollsplit , so dass das Tempo gering gehalten werden muss. Ankunft um 13 Uhr.
Das preisgünstige (54 Euro) Hotel Bonaparte mit Garagenplatz ist direkt hinter dem Hotel Holzer, das im Reiseführer gelobt wird, aber ausgebucht war, fanden wir durch Zufall.
Eine ausführliche Stadt und Hafenbesichtigung folgte bei einer Temperatur von 30 Grad.
Besonders erwähnenswert: ein original korsisches Essen, dass Maria für uns zusammengestellt hatte und ausgezeichnet war.

Tag 10: Abfahrt Richtung Bastia

Reiseroute: 250 km
D386 nach Palavese, Ospedale, Zonza, D286 nach Arggiarava, Solenzara D198 , Aleria, Alistro, bis Abzweigung D71 Cervione, Ortale, Piedicroce, D506 Scata, Folleli, San Pellegrinu, Casamozza, Bastia

Zielstrebig fuhren wir unsere geplante Route, die uns wieder ins wunderschöne  Innere der Insel führte, dann an den Sandstrand von Pellugio, wo allerdings ziemlich der Wind blies und den Sand fliegen lies.
So fuhren wir wiederum ins Innere  und dann nach Bastia.
Wir hatten einige Mühe ein freies Hotel zu finden. Hotel Napoleon, empfehlenswert in günstiger Lage, moderater Preis (DZ 70,-). Nach der obligaten Stadtbesichtigung mit Einkehr im Hafen  fanden wir beinahe unser Hotel nicht mehr.
Witzig: Die kleinen Nummernschilder  auf Korsika.

Tag 11: Bastia mit Fähre nach Livorno bis Massa Parco Delle Rose

Reiseroute: 120 km
Bastia, Livorno A12, Pisa Nord auf A11, bis Massa Parco Delle Rose

Vormittags gehen wir noch ein wenig Auslagen schauen, dann gibt es im großen Park beim Hafen Kaffee und Kuchen.
Um 12:30 Uhr stellen wir unsere Maschine in die Reihe, die zum Schiff führt. Wir verlassen um 13:30 Uhr Bastia mit der Fähre Richtung Livorno.  Zum Abschied gibt es erstmals einen kurzen Regenschauer. Die Überfahrt dauert 4 Stunden. Wir erreichen Livorno um 18 Uhr. Es regnet ganz leicht und wir beschließen noch ca. 1 Stunde zu fahren, aber direkte Richtung nach Hause, falls der Regen andauern sollte.
Wir übernachten im Parco dello Rose. Das Hotel mit angrenzendem Restaurant ist sehr empfehlenswert. Das Restaurant ist eines der besten, in denen ich jemals gespeist habe und das bei österreichischem Preisniveau. Sensationell.

Tag 12: Massa bis Bormio

A11 bis Viareggio, A12 Richtung Aulla, A15 bis Parma A1, Milano, Lecco, Bellano, Morbegno, Sondrio, Tirano, Bormio

Da das Wetter wieder schön ist, ändern wir unsere Absicht, direkt nach Hause zu fahren.
Wir wollen über Mailand zum Comosee nach Belluno und dort übernachten. Bereits ab Parma ist es wieder sehr heiß. Durch Mailand geht es auf der Autobahn im Schritttempo. Am Comosee  finden wir kein Quartier; unser alter Stützpunkt ist eine riesige Baustelle; durch das Pfingstwochenende ist bereits alles ausgebucht.  Deshalb fahren wir bis Bormio und übernachten dort, direkt unter dem Passo Stelvio. Ankunft um 16 Uhr.
In Bormio gibt es eine Weintankstelle.

Tag 13: Bormio bis Weer (Tirol)

Reiseroute: 410 km
Bormio, Passo di Stelvio, Bormio SS 38, Tirano, SS 550 Aprica, Edolo, SS 42 Ponte di Legno, Passo del Tonale, Male, Fondo, Merano, Timmelsjoch, Kühtai, Sellrain, A12 bis Weer

Um 8:15 Uhr starten wir bei klarem Himmel Richtung Stilfser Joch, über dem allerdings dicke Wolken hängen. In einem Tunnel ist etwas Eis auf der Fahrbahn, ein leichter Rutscher und es ist hinter uns. Bei Kehre 12 werden wir angehalten: Eis auf der Fahrbahn, für Bikes unpassierbar.
Wir drehen um und werden über das Timmelsjoch fahren. Im Tal  scheint die Sonne, es ist ein herrlicher Tag. Ausgezeichnete Verhältnisse bis Mitte Timmelsjoch.  Dort gibt es heftigen Wind, oben leichten Schneefall und minus 5 Grad. Die Fahrbahn ist rutschig. Kurz vor der Mautstelle schalte ich die Sitzheizung zu. Die Griffheizung läuft längst.
Ab Sölden ist es wieder schön, also fahren wir über das Kühtai. Da schneit es wieder leicht. Die 5 Meter breite Eisplatte eingangs der Tunnel ist kein Problem. Wir erreichen um 15 Uhr Weer und buchen ein Zimmer im Schmalzerhof. Sehr empfehlenswert, exzellente Küche.
Die 500 m entfernte Firma Schick montiert einen Gepäckträger auf unser braves Bike.

Tag 14: Weer bis Gallneukirchen

Reiseroute: 390 km
Autobahn bis Wörgl, B178, Freilassing, Salzburg, Gallneukirchen.

In der Nacht regnet es. Mit dem Geräusch des Regens werden wir wach. Doch nach dem Frühstück ist er weg.
Abfahrt um 8:45 Uhr. Es geht über Lofer, Salzburg direkt nach Hause. Ab Mondsee leichter Regen. Ab Linz trockene Fahrbahn. Wir sind wieder wohlbehalten zu Hause.

Es war eine sehr schöne Tour. Keinerlei Probleme mit dem Bike.

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