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Gepostet by on 06. August 2007 in 2007, Tourenvorschläge | Keine Kommentare

Pyrenäen

Pyrenäen

Herzlichen Dank an  Hans

der uns die GPS-Daten seiner Pyrenäenreise überlassen hat.
Die Tour wurde von uns großteils übernommen.

Die Teilnehmer:

  • Hermann (BMW),
  • Maria und ich (Goldwing 1800)

 

 

Anzahl der Pässe: 49
Anzahl Kurven: unzählbar, Bikerglück, Streß für die Reifen  :mrgreen:

Tag 1 (716 km)

Abfahrt: 7:30
Ankunft: 17:20

Gallneukirchen > Windischgarsten > Phyrn Pass > Schladming > St. Johann/Pongau > Zell am See > Saalfelden > Hochfilzen > Wörgl > Landeck > Pfunds > Ramosch > Flüela Pass > Davos > Chur > Laax > Trun

Wie vereinbart trafen wir in Windischgarsten um 8 Uhr Hermann. In der Gegend um Zell am See waren viele Harleys unterwegs zu einem Treffen in Saalbach; es lagen aber keine Metallteile oder Schrauben auf der Fahrbahn. 😉

Der Himmel war reichlich bewölkt aber der Regen streifte uns nur kurz. Um diese Jahreszeit ist wenig Verkehr auf den Strassen. Im Hotel Tödi in Thurn fanden wir eine gute Unterkunft. Einen Schock erlitt ich beim Einchecken: Reisepass zu Hause vergessen. 😯 Nach mehreren Telefonaten mit meiner Tochter in Österreich, die mich ein wenig beruhigte und nach einer Lösung suchte, ging es zum Abendessen in das Hotelrestaurant, dass sich eine Haube verdient hätte.

Hotel-Restaurant Casa Tödi
Hauptstrasse 78
7166 Trun / Graubünden, Schweiz

Tag 2 (410 km)

Abfahrt: 8:15
Ankunft: 18:00

Trun > Oberalppass > St. Gotthard-Pass > Furkapass > Fiesch > Visp > Sion > Martigny > Chamonix > Megeve > Albertville > Beaufort > Route des Grandes Alpes > Bourg-Saint-Maurice

Nach dem Frühstück und einem weiteren Anruf zu Hause in Sachen Reisepass ging es weiter Richtung Frankreich. Der Abstecher nach Italien wurde gestrichen. Den Grenzübergang Schweiz – Frankreich passierten wir mit einigem bibbern, aber ohne Probleme.

Nach einem neuerlichen Telefonat mit Martina hat sie uns dann den Pass per UPS (24 Stunden Dienst) nach Montpellier geschickt. Das Kuvert wurde von Martina extra noch in Französisch und Englisch beschriftet “Bitte nicht ausliefern, lagernd!”. Mit dieser Nachricht war mir sehr viel wohler. Die Stimmung stieg wieder bei mir.  😉

Tag 3 (499 km)

Abfahrt: 8:15
Ankunft: 19:15

Bourg-Saint-Maurice > Albertville > Valloire > Briancon > Route des Grandes Alpes > Vars > Barcelonnette > Verdonschlucht > Annots > Chateauvieux > Gorges du Verdon > Moustiers St. Marie

Beim Frühstück erfuhren wir von der Sperre des Col de I’Iseran. Wir änderten wiederum unsere Route, aber mit dem Navi kein Problem.

Das Wetter war wunderschön. Die Tagesetappen mit 400 km sind in diesem Gebiet sehr lang, durch die vielen Kurven und die schöne Gegend aber nicht langweilig.

Tag 4 (462 km)

Abfahrt: 9:00
Ankunft: 18:25

Moustiers St. Marie > Greoux les Baines > Manosque > Apt > Cadenet > Cavaillon > Arles > Aigues Mortes > Montpellier > Sete > Beziers > Narbonne > Leucate > Port Bacares 

Heute war Pass abholen angesagt. 2 Fahrstunden vor Montpellier bekam ich einen Anruf von der besten Tochter der Welt: “Auf der Internetseite von UPS steht Paket ausgeliefert, jetzt ist wieder alles in Ordnung.” Nichts war in Ordnung.  UPS hatte die riesengroße Aufschrift “nicht ausliefern, lagernd” ignoriert und das Briefpaket ausgeliefert.

Erklärung: Auch wenn man ein Paket lagernd verschickt, muss man eine Empfängeradresse angeben, und das war irgendein Hotel in Montpellier, aus dem Internet herausgesucht – es sollte ja nie dorthin ausgeliefert werden. Martina hat, nachdem sie die Telefonnumer des Hotels gesucht hat, dort in der Rezeption angerufen (sie spricht unter anderen sehr gut französisch) und sichergestellt, dass der Brief nicht wieder zu UPS zurück geschickt wurde, da wir in diesem Hotel unbekannt waren und auch keine Reservierung hatten. Dann hat sie mir die Adresse des Hotels durchgegeben, dass irgendwo in Montpellier war.

Im dichten Berufsverkehr ging es bei über 30 Grad Temperatur mitten in die Stadt. Kreisverkehre, einfach, mehrspurig, links, rechts, kurz auf die Stadtautobahn, ohne Navi wäre es schlimm geworden.

Endlich fanden wir das Hotel und an der Rezeption wurde uns der Brief ohne Probleme überreicht. Das Briefkuvert habe ich als Souvenir aufgehoben.  :mrgreen:

Die weitere Route führte uns entlang der Küste und wir konnten den typischen Geruch nach Meer wahrnehmen. Nach den Bergen war diese flache Etappe eine schöne Abwechslung. Eine kleine Denk- und Kraftanstrengung verursachte uns ein Wegpunkt, der uns kurz vor dem Hotel in der Sand führte. Am schönen Sandstrand stecken wir unsere Füße ins Meer, herrlich. Im Restaurant “Casa Blanca” dinierten wir vorzüglich.

Hôtel le Casa Blanca
6 Boulevard de la Côte Vermeille
66420 Le Barcarès, Frankreich

Tag 5 (155 km)

Abfahrt: 10:15
Ankunft: 16:30

Port Bacares > St. Cyprien > Port Vendress > Llanca > Port Bacares 

Auf dem Platz vor dem Hotel wurde ein Markt errichtet, den wir gleich besichtigten. Danach fuhren wir ohne Gepäck nach Llanca in Spanien. Nachdem wir Ansichtskarten gekauft , einen Schaufensterbummel gemacht, etwas getrunken hatten, stiegen wir auf den kleinen Hügel neben dem Hafen und genossen die Aussicht, machten Fotos und ein Video.

Dann ging es in eine Tapas Bar. Das Angebot war gut, die Qualität weniger.  😕

Dann ging es an den Strand um in der Sonne zu braten und ein wenig im Meer zu schwimmen.

Hôtel le Casa Blanca
6 Boulevard de la Côte Vermeille
66420 Le Barcarès, Frankreich

Tag 6 (434 km)

Abfahrt: 8:00
Ankunft: 19:35

Port Bacares > Collioure > Prats de Mollo > Ripoll > Toses > Alp > Sailllagouse > Quillan > Ax les Thermes > Merens les Vals >* Ax les Thermes > Foix 

Nach dem Badetag ging es wieder über ein paar wunderschöne Pässe Richtung Spanien. Kurven ohne Ende. Die Strecke führte uns wieder nach Frankreich. Kurz nach der französischen Grenze machten wir Mittagspause. Dann ging es Richtung Andorra mit vielen schönen Kurven und noch besserem Wetter.

In Roquefeuil stoppten wir zu einer Snackpause. 50 km vor unserem Ziel, um 16:15 Uhr, gab es einen Zwischenfall mit einem französischem Biker. Rettung, Gendarmerie, Feuerwehr, Notarzt 😯 , Abschleppdienst waren sehr gut organisiert und sofort zur Stelle.

Beide Biker wurden nach der Erstversorgung in das ca. 50 km entfernte Krankenhaus in Foix gebracht. Beide Maschinen wurden vom Abschleppdienst im Auftrag der Gendarmerie in Ax les Thermes verwahrt. Da unsere Maschine voll beladen mit eigenem Gepäck war, nahmen wir von der BMW nur die Fotoausrüstung, Papiere und das Geld mit. Die Gendarmerie begleitete uns dann zu ihrem Stützpunkt, um Formalitäten abzuklären. Nach 1 Stunde konnten wir Richtung Foix abfahren.

In der Nähe das Krankenhauses suchten wir uns ein Hotel, und verständigten die Familie in Ö. Anschließend besuchten wir die Patienten im Krankenhaus, sie lagen im gleichen Zimmer, ziemlich unter Schock, aber nicht so schlimm verletzt wie vermutet. Auch dort war Daten sammeln und Formulare ausfüllen angesagt. Um 20:30 waren wir wieder im Hotel.

Tag 7 (115 km)

Abfahrt: 8:45
Ankunft: 17:05

Foix > Ax les Thermes > Foix

Nach dem Frühstück fuhren wir wieder ins Krankenhaus nach Foix zu unserem Patienten.

Wir bekamen den Auftrag die Innentaschen der BMW und die restlichen Sachen, die in der Halle in Ax les Thermes verwahrt waren, abzuholen. Um sprachliche Barrieren gar nicht erst aufkommen zu lassen, telefonierte ich mit meiner Tochter in Österreich. Diese vereinbarte einen Termin mit der Abschleppfirma um 14:45 vor der Halle; und sie sagte uns noch, dass die Firma um 15 Uhr Feierabend machte und über das Wochenende niemand erreichbar wäre! Meine Frau und ich warteten vor der Halle. Es war sehr heiß. Niemand kam.  😐

Nach einem neuerlichen Telefonat mit meiner Tochter, die sofort wieder die Abschleppfirma anrief und dort “ordentlich Gas gab”, mussten wir in die Zentrale der Firma, die im Zentrum der Stadt, war fahren; leider war uns die Adresse nicht bekannt, und die Uhr tickte. Na ja, kurz gesagt, wir trafen genau um 15 Uhr bei der Firma ein. Die Dame war sichtlich überrascht uns zu sehen, entschuldigte sich mehrmals, alles sei ein großes Missverständnis 😯 , und wir fuhren gemeinsam zur Halle.

Dort nahmen wir alle noch brauchbaren Sachen ( Motorrad, Helm, Jacke blieben dort) und das Kennzeichen mit schon ging es zurück nach Foix ins Krankenhaus. Ein Chirurg zeigte uns Röntgenbilder von Hermanns Oberarm und sagte er werde heute noch operieren.

Müde fuhren wir ins Hotel zurück.

Tag 8 (295 km)

Abfahrt: 8:50
Ankunft: 15:00

Foix > Massat > St. Girons > Col de Portet d’Aspet > Bageres > Arreau > St. Marie de Campan > Col du Tourmalet > Lourdes

Wie üblich fuhren wir in das Krankenhaus. Nach einem Gespräch mit dem Chirurgen waren wir wieder zuversichtlich. Die Operation war sehr gut verlaufen, es wären keine Spätfolgen zu erwarten. Wir verabschiedeten uns von Hermann.

Unsere Reiseroute hätte uns heute nach Andorra geführt, das man aber am Wochenende meiden sollte. Deshalb änderten wir kurzfristig die Route, wollten aber keine Pässe auslassen. In Lourdes besichtigten wird natürlich die Grotte und die Kirche. Wir waren sehr beeindruckt von der Stille und der Disziplin der Besucher. Außerhalb des großen Areals war der übliche Rummel eines Wallfahrtsortes.

Tag 9 (391 km)

Abfahrt: 9:15
Ankunft: 17:15

Lourdes > Escot > Urdos > Jaca > Santa Maria > Bailo > Yesa > Lumbier > Oronz > Larrau > Bratitia

Vor Pannen wurden wir verschont, auch vom schlechten Wetter.

Tag 10 (167 km)

Abfahrt: 9:43
Ankunft: 13:50

Bratitia > Musculdy > Larceveau Arros Cibits > Azoleta > Burguete > Iragui > Almandoz > Lesaka > Irun > Hendage

Nachdem ein Hotel gefunden war, spazierten wir die Strandmeile entlang, schauten in die Geschäfte, kehrten ein wenig in der Strandbar ein. Abends gab es ein Luxusdinner für 2.

Tag 11 (0 km)

Badetag, faulenzen, beinahe einen Sonnenbrand aufgerissen.  😳

Super gespeist. Leider haben wir den Hotelschlüssel vergessen, und beim Nachhause-kommen war die Rezeption verlassen. Wir sind dann über einen Geräteschuppen und die Außenmauer in den ersten Stock geklettert, und dann in unser Zimmer. Das Fenster hatten wir zum Glück offen gelassen. Die Flasche Rotwein und die Flasche Sekt hat uns kühn gemacht.

Tag 12 (509 km)

Abfahrt: 8:30
Ankunft: 16:50

Hendage > Bidache > Mugron > St. Sever > Mont de Marsan > Aire > Condom > Agen > Tournon de Agenais > Limogne > Figeac > Aurillac

Eine wunderbare Strecke zum bummeln und schauen.

Tag 13 (574 km)

Abfahrt: 8:30
Ankunft: 19:20

Aurillac > Mauriac > Tauves > St. Necaire > Ambert > Montbrison > Chazelles > Lyon > Genève > Douvaine

In Genf ein leistbares Zimmer zu bekommen ist scheinbar nicht möglich. 😯  Deshalb fuhren wir über die Grenze und nächtigten im Hotel Post. Auf dem Stadtplatz war eine Taperia und wir genehmigten uns 2 Platten voll mit den köstlichsten Tapas.

Hôtel de la Poste
49 rue du Centre
74140 Douvaine, Frankreich

Tag 14 (308 km)

Abfahrt: 8:40
Ankunft: 17:15

Douvaine > Thonon les Baines > Vionnaz > Chateau d’Oex > Boltigen > Erlenbach > Interlaken > Meiringen > Sustenpass > Altdorf > Bürglas

Die Übernachtung in den alten Zimmern im hölzernen Bett mit einer dicken Tuchent, großen Polstern war trotz WC am Gang sehr nett. Da wir die einzigen Gäste in diesem Stockwerk waren, ging das in Ordnung. Das Essen war sehr gut.

Tag 15 (359 km)

Abfahrt: 9:20
Ankunft: 15:00

Bürglas > Klausenpass > Näfels > Sargans > Vaduz > Feldkirch > Bluden > Arlberpass > Landeck > Innsbruck > Weer 

Wieder eine oft gefahrene Strecke, diesemal nich mit so tollem Wetter wie sonst.
Natürlich war das Abendessen im Schmalzerhof wieder ein Gedicht.

Schmalzerhof
Bahnhofstraße 2
6114 Weer

Tag 16 (330 km)

Abfahrt: 8:40
Ankunft: 13:00

Weer > Wörgl > Lofer > Salzburg > Linz > Gallneukirchen

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